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Narratives Mentoring



Krankheit als situativ bestmögliche Lösung



Als Therapeut ist es ungemein wichtig ein Konzept von Krankheit und Gesundheit zu haben, auf dem die Einschätzung der selben für den um Rat suchenden Menschen beruht und das die gewählte Intervention begründet. Dies sichert einerseits den therapeutisch bestmöglichen Erfolg und verhindert andererseits eine Stagnation und damit Fixierung durch gegenseitige Stabilisierung auf niedrigem Niveau (wie dies z.B. im klassischen Helfersyndrom häufig vorkommt).

Für das narrative mentoring auf Basis der neokontextuellen Theorie bedeutet dies Krankheit und Gesundheit einerseits systemisch zu betrachten und andererseits Leben als selbstorganisierte Komplexität in beiden die höchstmögliche Kompetenz zuzusprechen.

Betrachtet man die die Regulationsmechanismen eines Individuums als dessen Ressource zur Bewältigung von Herausforderungen und geht man davon aus, dass in den jeweiligen Grenzen zumeist die bestmögliche Regulation er folgt, so kann auch Krankheit als bestmögliche Antwort auf eine Herausforderungen betrachtet werden.

Diese Betrachtungsweise geht über die „psychosomatischer Zusammenhänge“ hinaus, da diese lediglich die Verkettung von angenommen Dysregulationen zwischen psychischer und körperlicher Ebene, aber nicht die initiale Sinnhaftigkeit im Sinne eines Regulationsversuches annehmen.

Postuliert man weiterhin als zentrale Bewertungsinstanz für eine Situation und die Sinnhaftigkeit einer -zunächst psychischen- Regulation auf dieselbe, das limbische System, als dessen Hauptaufgabe ja die emotionale Affektsteuerungen angesehen wird, ergibt sich dass die erlernten Erfahrungen genau diese Ressource darstellen. Laut Csikszentmihalyi (1) sind dies in der Matrix von Anforderung und Erfahrung ( im Uhrzeiger-sinn): Angst, Erregung, Flow, Kontrolle, Entspannung, Lageweile, Apathie und Sorge.

Unter diesem Betrachtungswinkel kann die Aufdeckung des „ursprünglichen Sinns“, also der Anwendung der individuellen Ressource, die akut oder aber über einen bestimmten Zeitraum hinweg zu der Symptomatik einer Erkrankung geführt hat, ebenso wie das Erleben dieser Situation selbst entscheidend wichtig sein, um eine Umdeutung und damit idealerweise eine Heilung, also die Nutzung einer anderen, in der Gesamtschau funktionelleren Ressource, zu ermöglichen.

Hierzu sind aus systemischen Überlegungen zwei Dinge notwendig- 1) der Therapeut sollte der Sinnhaftigkeit der Erkrankung im System des Patienten als individuelle Ressourcennutzung im Rahmen eines Regulationsbestrebens desselben zustimmen können 2) Der Therapeut sollte sich der Auswirkungen auf sein eigenes System und seine eigene Ressourcen möglichst bewusst sein und über Techniken verfügen sich dieses Einflusses klar zu werden.

Beides ist im Rahmen der Anwendung des narrative mentorings bzw. der neokontextuellen Theorie und seiner Techniken möglich.




(1) Inhalt der Erfahrung, aus „Lebe Gut!“, Klett Cotta 1999






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